Pflegeeffekt durch Kombination von Urea, Ceramiden und Vitaminen

Eine Körperlotion mit Urea, Vitaminen und Ceramiden wirkt bis zu dreimal stärker als eine einfache Urealotion.Foto: Michael Goldenbaum

Eine Körperlotion mit Urea, Vitaminen und Ceramiden wirkt bis zu dreimal stärker als eine einfache Urealotion.
Foto: Michael Goldenbaum

Dabei ist nicht nur die Gesichtshaut betroffen, auch die Haut am Körper wird im Winter trockener. Dicke Kleidung, die durch Reibung Reizungen verursachen kann, das heiße Wannenbad oder die Dusche zum Aufwärmen trocknen schon junge Haut aus, während die nachlassende hauteigene Lipidproduktion in höherem Alter zu trockener Altershaut führt. Die Ursache der trockenen Haut liegt in einer Störung der Barrierefunktion der Hornschicht. Diese schützt die Haut wie eine Mauer vor Feuchtigkeitsverlust und dem Eindringen von Krankheitserregern und Fremdstoffen. Ist die Barriere gestört, kommt es zum Verlust von Feuchtigkeit und den typischen Beschwerden wie Spannungsgefühlen, Schüppchenbildung und Juckreiz. Ohne die richtige Pflege kann es dann schnell zu Hauteinrissen und schließlich der Ausbildung eines Austrocknungsekzems kommen. Eine wirksame und gut verträgliche Pflege gegen trockene Haut beugt deshalb der Entwicklung von Hauterkrankungen vor und ist ein wichtiger Teil der modernen Präventionsmedizin.

Urea ist in der Dermatologie als Wirkstoff in Pflegeprodukten für trockene Haut bestens bekannt und geschätzt

Als Bestandteil des natürlichen Feuchthaltefaktors (NMF) bindet Urea Wasser in der Haut sehr wirksam und ist gut verträglich. Die Wirkung ist allerdings abhängig vom Emulsionstyp: Während der Stoff in reichhaltigen Wasser-in-Öl-Emulsionen langanhaltend wirkt, funktioniert Urea in Öl-in- Wasser-Emulsionen sofort, aber weniger lange.

In frei Urea+ 2 in 1 wird Urea mit Vitamin E, B3 und Ceramiden kombiniert, die für eine Regeneration der Hautbarriere sorgen. Die Wirkung wird dadurch besonders intensiv und dauerhaft. In einem zweiwöchigen Anwendungstest konnte gezeigt werden, dass die Kombination aus 10 Prozent Urea mit Vitaminen und Ceramiden in einer reichhaltigen Wasser-in-Öl-Emulsion die Hautfeuchtigkeit besonders anhaltend verbessert.

18 freiwillige Probanden (20-58 Jahre, normale bis trockene Haut) wandten frei Urea + 2 in 1 Intensiv KörperLotion mit 10 % Urea (W/O) und frei Urea+ 2 in 1 KörperLotion mit 6 % Urea (O/W) zwei Wochen lang einmal täglich abends im direkten Vergleich an beiden Beinen an. Die Hautfeuchtigkeit wurde einmal täglich morgens mit einem Corneometer (1) bestimmt. Zusätzlich beurteilten die Anwender die Pflegeeigenschaften per Fragebogen.

Gute Verträglichkeit und Pflegewirkung

Insgesamt wurde die Wirkung beider Lotionen mit gut bewertet. 88 Prozent der Verwender berichteten über einen verbesserten Hautzustand bereits nach sieben Tagen Anwendung. Am Ende der Studie hatte sich der Hautzustand bei allen Probanden deutlich verbessert. Beide Lotionen wurden sehr gut vertragen, Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf.

Hautfeuchtigkeit steigt sofort nach der ersten Anwendung und verbessert sich im Laufe der Anwendung kontinuierlich
Im Mittel verbesserte sich die Hautfeuchtigkeit schon nach dem ersten Tag deutlich und steigerte sich ab dem fünften Tag um 42 Prozent. Dieses Plus blieb während des Anwendungszeitraums weitgehend stabil.

Zusammenfassung

frei Urea+ 2 in 1 KörperLotion und frei Urea+ 2 in 1 Intensiv KörperLotion sind zur Pflege trockener Haut geeignet und werden sehr gut vertragen. Mit frei Urea+ 2 in 1 Intensiv KörperLotion 10 % steht eine Pflegelotion zur Verfügung, die besonders langanhaltend wirkt.

 

(1) CM 823, Courage und Khazaka

Vitamin D und Lichtschutz: Keine Synthesehemmung unter Alltagsbedingungen

Im Sommer immer empfehlenswert: Täglich eine Pflegecreme mit Lichtschutzfaktor 15 verwenden.

Im Sommer immer empfehlenswert: Täglich eine Pflegecreme mit Lichtschutzfaktor 15 verwenden.

Dazu zählen vorzeitige Hautalterung und die Entwicklung bösartiger lichtbedingter Hautveränderungen, wie aktinischer Keratosen, Spinaliome und Basaliome. Die Reduzierung der Melanomentstehung ist umstritten, wurde aber in einigen Studien ebenfalls nachgewiesen. Neben diesen positiven Wirkungen werden auch Nachteile der regelmäßigen Anwendung von Lichtschutzsubstanzen diskutiert. Zusätzlich zur unumstrittenen Gefahr von Allergien, die vor allem bei chemischen Filtern auftreten können, wird immer wieder auch die negative Beeinflussung der Vitamin- D-Bildung diskutiert. Da die Bildung von Vitamin D angeregt wird, wenn UVB der Wellenlänge 290-320 nm auf die Haut auftrifft, ist eine potenzielle Hemmung dieses Prozesses durch entsprechende Filter möglich und wurde unter Laborbedingungen auch bestätigt.

Nach einer umfangreichen Analyse der bereits veröffentlichten Studien zum Thema kommt aus den USA jetzt jedoch Entwarnung. In der aktuellen Fachpublikation in Access Dermatology (1) werden zwei große Studien zitiert, in denen unter Alltagsbedingungen keine Beeinträchtigung des Vitamin-D-Spiegels durch die Verwendung von Kosmetika mit Lichtschutzfiltern nachgewiesen wurde. 1995 wurden in der ersten kontrollierten Studie aus Australien (2) die Vitamin-D-Spiegel von 113 Studienteilnehmern, die täglich eine Creme mit LSF 15 verwendeten, mit den Vitamin-D- Spiegeln von Probanden verglichen, die eine Placebocreme benutzten. Diese Ergebnisse wurden 2007 durch eine Studie in Boston (3) bestätigt, in welcher die Verwendung von Sonnenschutzpräparaten nicht mit dem Vitamin-D-Gehalt im Blut korrelierte.
Zusammenfassend schließen die Autoren, dass Lichtschutzsubstanzen unter Laborbedingungen die Vitamin-D-Bildung hemmen, im Alltag aber keine Beeinflussung nachweisbar ist.

(1) Mark E.Burnett, Steven Q. Wang: Demystifiing the Dangers of Sunscreen. 12.03.2012: www.accessdermatology.com/core-papers/2012/
(2) Marks R. et al.: Arch Dermatol 1995, 131: 415-421 (Zitiert in 1).
(3) Harris, S. S. et al. : J. Clin Endocrinol Metab 2007, 92: 3155 -7. (Zitiert in 1)

Mittel gegen Schuppenflechte hilft auch bei Sonnenallergie

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.Foto: Michael Goldenbaum

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.
Foto: Michael Goldenbaum

Nicht zuletzt kann die Tendenz, den Winter in wärmeren Gefilden zu verbringen, dazu führen, dass auch in der kalten Jahreszeit Sonnenallergien auftreten. Die Häufigkeit wird mit 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung angegeben. Die Hautveränderungen sind individuell unterschiedlich (polymorph) und können von Quaddeln bis zu Bläschen und Pustelbildung reichen. Dafür wird die UVA-Strahlung derzeit als Hauptauslöser verantwortlich gemacht. Es besteht Juckreiz, der die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt. Die bisherigen Empfehlungen bestehen im Vermeiden von intensiver Sonnenbestrahlung, der Verwendung von geeigneten, emulgatorfreien Lichtschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor und dem Verzicht von Kosmetika beim Aufenthalt in der Sonne. Zusätzlich kann eine Vorbeugung durch langsam ansteigende UV-Bestrahlung erfolgen.

Eine neue Studie (1) zeigte jetzt, dass auch eine siebentägige Vorbehandlung mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol, das normalerweise als Creme zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt wird, die Haut vor Sonnenallergie schützen kann. In der doppelblind-placebokontrollierten Studie wurde bei 13 Patienten 7 Tage lang zweimal täglich an einem Unterarm Calcipotriolsalbe und am anderen Arm ein wirkstofffreies Präparat aufgetragen. Nach sieben Tagen erfolgte eine experimentelle UV-Bestrahlung mit einem Sonnensimulator. Sie löste bei 12 der 13 Patienten eine Sonnenallergie aus, die jedoch auf der mit Calcipotriol vorbehandelten Seite um 32 Prozent geringer ausfiel. Insgesamt reduzierte die Anwendung von Calcipotriol die Sonnenallergie bei allen 12 Patienten. Somit könnte die Anwendung der Vitamin-D-Salbe eine Alternative zur präventiven UV-Bestrahlung sein, schließen die Autoren.

 

(1) Springermedizin.de vom 13.7. 2011, Dr. Christine Starostzik basierend auf: Gruber-Wackernagel et al.: Randomized double-blind placebo controlled intraindividual trial on topical treatment with a
1,25-dihydroyvitamin D3 analogue in polymorphic light eruption. British J of Dermatology 2011;
165: 152-163.