Die Haut im Sommer — Jeder Zweite klagt über Hautprobleme

Im Sommer sind leichte Tagescremes vom Typ Öl-in-Wasser zu empfehlen, sie kühlen die Haut und spenden Feuchtigkeit. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme beruhigt bei Reizungen und unterstützt die Abwehrkraft der Haut.

Im Sommer sind leichte Tagescremes vom Typ Öl-in-Wasser zu empfehlen, sie kühlen die Haut und spenden Feuchtigkeit. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme beruhigt bei Reizungen und unterstützt die Abwehrkraft der Haut.

Dermatologen empfehlen bereits ab März Hautpflegeprodukte mit Lichtschutz, denn schon im Frühjahr ist die Sonneneinstrahlung stark und trifft auf helle unpigmentierte Haut. Im Sommer werden die Warnungen regelmäßig lauter und intensiver – und bleiben meist ungehört. Immerhin wird Sonnenbrand von Männern und Frauen mit 34,6 bzw. 41 Prozent am häufigsten genannt, wenn nach Hautbeschwerden gefragt wird. Unter Hautrötungen leiden zusätzlich 21,8 Prozent der Frauen und 18,3 Prozent der Männer, diese Rötungen können ebenfalls als Folge ungenügenden Sonnenschutzes angesehen werden.

Jede vierte Frau hat nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer trockene Haut

Trockene Haut im Winter ist sehr häufig, doch auch Sonne trocknet die Haut stark aus. Das bestätigtauch die aktuelle Umfrage: 24,3 Prozent der Frauen und 17,3 Prozent der Männer klagen im Sommer über trockene Haut, Spannungsgefühle merken 13,4 Prozent der Frauen und 10,2 Prozent der befragten Männer. Reizungen und Irritationen nannten 13,2 Prozent der weiblichen Befragten, aber nur 6,3 Prozent der Männer. Vermehrte Fältchenbildung lag mit 11,2 bzw. 5,7 Prozent bei Frauen und Männern an sechster Stelle der Nennungen, damit sind Falten weiterhin ein Winterthema. Vermehrte Hautunreinheiten und Pickel im Sommer bemerken lediglich 7,9 Prozent der Frauen und 5,5 Prozent der Männer.

Trotz Warnungen von Dermatologen – Ohne Sonnenbrand kein Sommer

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Neue Fotostory: Sommerfeeling für sensible Haut

Sonne entzieht der Haut Feuchtigkeit, darum ist es jetzt höchste Zeit für frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme, sie spendet Feuchtigkeit und beruhigt mit Aloe vera.

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Reichhaltige Pflege verlängert die Urlaubsbräune. Die frei SENSITIVE BALANCE FeuchtigkeitsMaske verwöhnt besonders die empfindliche, sonnenstrapazierte Haut.

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Sonne und Meer lassen die Laune steigen, aber die Haut braucht jetzt besondere Pflege.

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Nach dem Sonnenbad verwöhnt eine Pflege, die Reizungen lindert und die Haut in die Balance bringt.

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Die Fotos stehen online bei Beautypress zum Download zur Verfügung oder können bei Apotheker Walter Bouhon GmbH, Walter-Bouhon-Str. 4, 90427 Nürnberg sowie bei h.ullrich@bouhon.de angefordert werden.

Die besten Pflegestrategien für die warme Jahreszeit

Tagsüber muss die Haut vor Austrocknung geschützt werden. Immer richtig ist eine Pflegecreme mit Urea, Vitamin E und Lichtschutzfaktor 15.Foto: Michael Goldenbaum

Tagsüber muss die Haut vor Austrocknung geschützt werden. Immer richtig ist eine Pflegecreme mit Urea, Vitamin E und Lichtschutzfaktor 15.
Foto: Michael Goldenbaum

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, der Urlaub wird heiß ersehnt und von den meisten Menschen auch sehr genossen. Haut und Haar leiden jedoch unter dem, was uns so begehrenswert erscheint: Wärme und Sonne. Welche Gefahren drohen der Haut?
PROFESSOR PAUL: Intensive Sonnenbestrahlung, beispielsweise bei ausgedehnten Sonnenbädern am Strand oder auch bei langem Aufenthalt in sonnigen höheren Lagen wie beim Bergwandern, führt zur Austrocknung der Haut, fördert die Bildung von Falten, belastet das Immunsystem und kann im Extremfall zu Hautkrebs führen.

HAUTREPORT: Das hört sich erschreckend an – aber auf die Sonne verzichten will trotzdem niemand. Welche Pflegestrategien helfen der Haut, die Belastungen zu meistern?
PROFESSOR PAUL: Unabhängig von einem typgerechten Sonnenschutz muss darauf geachtet werden, dass der Haut genügend Zeit bleibt, sich von den Sonnenstrapazen zu erholen. Die Haut ist in den Erholungspausen in der Lage, die durch UVA- und UVB-Strahlen entstandenen Schäden zu reparieren. Zusätzlich ist es wichtig, die Haut tagsüber vor Austrocknung zu schützen und ihre Schutzmechanismen zu stärken. Wirkstoffe wie Urea oder Glycerin sind gute Feuchthalter und gerade in Kombination sehr zu empfehlen. Außerdem sind Wirkstoffe, die das Kollagen schützen, wie Phytosterole, empfehlenswert. Diese Pflanzenstoffe kommen beispielsweise in Raps oder Soja vor.

HAUTREPORT: Braun sein ist trotz Warnungen immer noch „in“. Viele Menschen glauben, dass man bei Verwendung von Lichtschutzcremes mit hohem Schutzfaktor nicht braun wird. Ist das richtig?
PROFESSOR PAUL: Nein. Trotz Sonnenschutz gelangen UVA- und UVB-Strahlen auf die Haut. Die Hautbräunung, die ja einen Schutzmechanismus der Haut darstellt, geht lediglich langsamer voran. Auch mit Sonnencreme sollte der Aufenthalt in der Sonne je nach Hauttyp höchstens eine halbe bis eine Stunde dauern. Um die Haut optimal vor Hautalterung zu schützen, darf die Schutzzeit nicht voll ausgenutzt werden. Bereits 60 % der UV-Dosis, die zu einem Sonnenbrand führt, löst in der Haut Schäden aus, die nicht mehr repariert werden können. UV-Strahlung schadet also bereits, bevor ein Sonnenbrand entsteht.

HAUTREPORT: Trotz Aufklärung gibt es immer mehr Fälle von lichtgeschädigter Haut. Kann Hautpflege hier helfen?
PROFESSOR PAUL: Nachdem in den letzten Jahren viele „Wunderwirkstoffe“ aufgetaucht und schnell wieder verschwunden sind, haben sich verschiedene Vitamine als wirksame Waffen gegen die Alterung der Haut erwiesen. Vitamin A in seinen verschiedenen Formen erhöht die Hautelastizität und  fördert die Regeneration des Bindegewebes, welches ja besonders durch UVA-Strahlen geschädigt wird. Die Vitamine der B-Gruppe, hier vor allem das Panthenol, fördern die Feuchtigkeitsspeicherung und wirken besonders bei akuten Sonnenschäden reizlindernd. Neuere Studien zeigen, dass Vitamin B3 eine sehr gute Antifaltenwirkung besitzt und Vitamin C und E sind starke Radikalfänger, schützen also die Intaktheit der Hautzellen. Zusätzlich wirkt Vitamin C ähnlich wie Vitamin A positiv auf die Kollagenbildung.

HAUTPORT: Muss man die Vitamine mit der Nahrung zu sich nehmen oder können die Vitamine auch wirken, wenn sie in einer Creme aufgetragen werden?
PROFESSOR PAUL: Für die Vitamine A, E, C und Panthenol ist gesichert, dass eine hautpflegende Wirkung auch dann stattfindet, wenn das Vitamin in einer Creme aufgetragen wird. Natürlich kann eine Vitamincreme keine gesunde Ernährung ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

Nach dem Sonnen bewahren die wirksamen Vitamine A und E, Panthenol und Feuchthaltefaktoren die Haut vor Schädigungen.Foto: Alix Minde/PhotoAlto Agency/Getty Images

Nach dem Sonnen bewahren die wirksamen Vitamine A und E, Panthenol und Feuchthaltefaktoren die Haut vor Schädigungen.
Foto: Alix Minde/PhotoAlto Agency/Getty Images

HAUTREPORT: Was empfehlen Sie zum Schutz vor frühzeitigen Altersfalten?
PROFESSOR PAUL: Schutz vor Altersfalten ist gleichzeitig auch Schutz vor Hautkrebs. Im Sommer sollten Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktorverwendet werden, die nicht nur gegen UVB-, sondern auch gegen UVA-Strahlung schützen. Wenn Unsicherheit besteht, welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, wird man in der Apotheke kompetent beraten. Menschen mit Hauttyp I und vielen Muttermalen und Pigmentflecken sollten vor dem Urlaub im Süden eventuell auch den Hautarzt aufsuchen. Für alle Hauttypen gilt: Direkte Sonne nur kurz genießen, Menschen mit heller Haut sollten Sonnencremes mit mindestens Lichtschutzfaktor 25 verwenden und nicht länger als eine Stunde in der Sonne bleiben. Am Strand ist oft kein schattiges Plätzchen vorhanden, ein transportabler Sonnenschirm ist daher ein sinnvolles Urlaubsutensil. Die Mittagssonne sollte für alle tabu sein, sie tut Haut und Kreislauf nicht gut. Bei längerem Aufenthalt im Freien, bei Gartenarbeit, Sport oder Spaziergängen sollte man unbedingt an die Sonnencreme denken. Ein Hut mit breiter Krempe oder ein Sonnenschild schützt das Gesicht ebenfalls vor zu viel Sonne. Generell ist Kleidung immer der beste Sonnenschutz. Und nicht zuletzt sollte man eine für die heiße Jahreszeit geeignete Gesichtspflege wählen, die viel Feuchtigkeit spendet und die Haut vor Alterung schützt. Gut ist, wenn sie Vitamin E enthält. Vitamin E macht die Haut widerstandsfähiger gegen Sonnenstrahlen – in der Tagespflege ist Lichtschutzfaktor 15 ratsam. Zusätzlich sollte beim Sonnen eine Sonnencreme mit je nach Hauttyp auch höherem Lichtschutzfaktor verwendet werden.

HAUTREPORT: Gibt es noch einen Tipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?
PROFESSOR PAUL: Man sollte auch einmal den Mut haben, etwas weniger gebräunt aus dem Urlaub zurückzukommen. „Knackige“ Urlaubsbräune kann nicht als oberstes Urlaubsziel angesehen werden, und Menschen mit heller Haut werden auch unter südlicher Sonne nicht braun, sondern haben nur den Schaden, die Folgen müssen sie dann später ausbaden.

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, wir danken Ihnen für die Tipps und freuen uns auf den Sommer!

Mittel gegen Schuppenflechte hilft auch bei Sonnenallergie

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.

Nicht zuletzt kann die Tendenz, den Winter in wärmeren Gefilden zu verbringen, dazu führen, dass auch in der kalten Jahreszeit Sonnenallergien auftreten. Die Häufigkeit wird mit 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung angegeben. Die Hautveränderungen sind individuell unterschiedlich (polymorph) und können von Quaddeln bis zu Bläschen und Pustelbildung reichen. Dafür wird die UVA-Strahlung derzeit als Hauptauslöser verantwortlich gemacht. Es besteht Juckreiz, der die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt. Die bisherigen Empfehlungen bestehen im Vermeiden von intensiver Sonnenbestrahlung, der Verwendung von geeigneten, emulgatorfreien Lichtschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor und dem Verzicht von Kosmetika beim Aufenthalt in der Sonne. Zusätzlich kann eine Vorbeugung durch langsam ansteigende UV-Bestrahlung erfolgen.

Eine neue Studie (1) zeigte jetzt, dass auch eine siebentägige Vorbehandlung mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol, das normalerweise als Creme zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt wird, die Haut vor Sonnenallergie schützen kann. In der doppelblind-placebokontrollierten Studie wurde bei 13 Patienten 7 Tage lang zweimal täglich an einem Unterarm Calcipotriolsalbe und am anderen Arm ein wirkstofffreies Präparat aufgetragen. Nach sieben Tagen erfolgte eine experimentelle UV-Bestrahlung mit einem Sonnensimulator. Sie löste bei 12 der 13 Patienten eine Sonnenallergie aus, die jedoch auf der mit Calcipotriol vorbehandelten Seite um 32 Prozent geringer ausfiel. Insgesamt reduzierte die Anwendung von Calcipotriol die Sonnenallergie bei allen 12 Patienten. Somit könnte die Anwendung der Vitamin-D-Salbe eine Alternative zur präventiven UV-Bestrahlung sein, schließen die Autoren.

(1)Springermedizin.de vom 13.7. 2011, Dr. Christine Starostzik basierend auf: Gruber-Wackernagel et al.: Randomized double-blind placebo controlled intraindividual trial on topical treatment with a 1,25-dihydroyvitamin D3 analogue in polymorphic light eruption. British J of Dermatology 2011; 165: 152-163.

Mittel gegen Schuppenflechte hilft auch bei Sonnenallergie

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.Foto: Michael Goldenbaum

Vor dem Sonnen kann jetzt bei einer Lichtempfindlichkeit eine Creme mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol helfen.
Foto: Michael Goldenbaum

Nicht zuletzt kann die Tendenz, den Winter in wärmeren Gefilden zu verbringen, dazu führen, dass auch in der kalten Jahreszeit Sonnenallergien auftreten. Die Häufigkeit wird mit 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung angegeben. Die Hautveränderungen sind individuell unterschiedlich (polymorph) und können von Quaddeln bis zu Bläschen und Pustelbildung reichen. Dafür wird die UVA-Strahlung derzeit als Hauptauslöser verantwortlich gemacht. Es besteht Juckreiz, der die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt. Die bisherigen Empfehlungen bestehen im Vermeiden von intensiver Sonnenbestrahlung, der Verwendung von geeigneten, emulgatorfreien Lichtschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor und dem Verzicht von Kosmetika beim Aufenthalt in der Sonne. Zusätzlich kann eine Vorbeugung durch langsam ansteigende UV-Bestrahlung erfolgen.

Eine neue Studie (1) zeigte jetzt, dass auch eine siebentägige Vorbehandlung mit dem Vitamin D3-Medikament Calcipotriol, das normalerweise als Creme zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt wird, die Haut vor Sonnenallergie schützen kann. In der doppelblind-placebokontrollierten Studie wurde bei 13 Patienten 7 Tage lang zweimal täglich an einem Unterarm Calcipotriolsalbe und am anderen Arm ein wirkstofffreies Präparat aufgetragen. Nach sieben Tagen erfolgte eine experimentelle UV-Bestrahlung mit einem Sonnensimulator. Sie löste bei 12 der 13 Patienten eine Sonnenallergie aus, die jedoch auf der mit Calcipotriol vorbehandelten Seite um 32 Prozent geringer ausfiel. Insgesamt reduzierte die Anwendung von Calcipotriol die Sonnenallergie bei allen 12 Patienten. Somit könnte die Anwendung der Vitamin-D-Salbe eine Alternative zur präventiven UV-Bestrahlung sein, schließen die Autoren.

 

(1) Springermedizin.de vom 13.7. 2011, Dr. Christine Starostzik basierend auf: Gruber-Wackernagel et al.: Randomized double-blind placebo controlled intraindividual trial on topical treatment with a
1,25-dihydroyvitamin D3 analogue in polymorphic light eruption. British J of Dermatology 2011;
165: 152-163.