Studie zeigt: Notwendigkeit von Sonnenschutz im Auto unbekannt

Die meisten Autofahrer fühlen sich während der Fahrt vor schädlicher UVA- und UVB-Strahlung geschützt. Foto: © xalanx/iStockphoto.com

Die meisten Autofahrer fühlen sich während der Fahrt vor schädlicher UVA- und UVB-Strahlung geschützt.
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Die Auswertung von 225 Patientenfragebögen einer Klinik für Mikrochirurgie ergab ein Durchschnittsalter von 68 Jahren, 56 Prozent der Befragten waren weiblich und 44 Prozent männlich. Von diesen hatten 90 Prozent Hautkrebs verschiedener Art in der Vorgeschichte, bei 89 Prozent lag ein heller Hauttyp vor (Fitzpatrick II und III). 88 Prozent der Befragten halten Sonnenschutz im Auto nicht für nötig

Trotz der positiven Hautkrebsvorgeschichte und der hauttypbedingten Gefährdung waren 88 Prozent der Befragten der Meinung, bei geschlossenen Fenstern sei ein Sonnenschutz während der Autofahrt nicht nötig. Auch bei geöffnetem Fenster hielten immer noch 59 Prozent der Männer und Frauen eine Sonnencreme für überflüssig. Analog zu den Angaben verwendeten zwar 38 Prozent täglich Sonnenschutz, aber nur 15 Prozent beim Autofahren. Bei den wenigen Sonnencremeverwendern waren nur Gesicht und Hals ausreichend geschützt, Hände und Arme wurden von einem Drittel der Befragten überhaupt nicht eingecremt.

Gefährdung durch UV-Bestrahlung im Auto sollte nicht unterschätzt werden

Die Haut ist während der Autofahrt auch bei geschlossenem Fenster ultravioletter Strahlung ausgesetzt. Da UVA- und UVB-Strahlung nachgewiesenermaßen zu Hautkrebs führen kann, sollten insbesondere Autofahrer mit hellem Hauttyp und Hautkrebspatienten vermehrt darauf hingewiesen werden, konsequent Sonnenschutz an Gesicht, Hals, Dekolleté, Armen und Händen zu verwenden. Die Zeit, die heutzutage im Auto verbracht wird, darf dabei nicht unterschätzt werden. Besonders belastet wird die Haut von Menschen, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs sind wie Taxi- oder LKW-Fahrer, Außendienstmitarbeiter oder Fahrlehrer.

(1) JAAD.org/article/SO190-9622 (12) 02372-9, publiziert 05.Februar 2013.

Die Haut im Sommer — Jeder Zweite klagt über Hautprobleme

Im Sommer sind leichte Tagescremes vom Typ Öl-in-Wasser zu empfehlen, sie kühlen die Haut und spenden Feuchtigkeit. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme beruhigt bei Reizungen und unterstützt die Abwehrkraft der Haut.

Im Sommer sind leichte Tagescremes vom Typ Öl-in-Wasser zu empfehlen, sie kühlen die Haut und spenden Feuchtigkeit. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme beruhigt bei Reizungen und unterstützt die Abwehrkraft der Haut.

Dermatologen empfehlen bereits ab März Hautpflegeprodukte mit Lichtschutz, denn schon im Frühjahr ist die Sonneneinstrahlung stark und trifft auf helle unpigmentierte Haut. Im Sommer werden die Warnungen regelmäßig lauter und intensiver – und bleiben meist ungehört. Immerhin wird Sonnenbrand von Männern und Frauen mit 34,6 bzw. 41 Prozent am häufigsten genannt, wenn nach Hautbeschwerden gefragt wird. Unter Hautrötungen leiden zusätzlich 21,8 Prozent der Frauen und 18,3 Prozent der Männer, diese Rötungen können ebenfalls als Folge ungenügenden Sonnenschutzes angesehen werden.

Jede vierte Frau hat nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer trockene Haut

Trockene Haut im Winter ist sehr häufig, doch auch Sonne trocknet die Haut stark aus. Das bestätigtauch die aktuelle Umfrage: 24,3 Prozent der Frauen und 17,3 Prozent der Männer klagen im Sommer über trockene Haut, Spannungsgefühle merken 13,4 Prozent der Frauen und 10,2 Prozent der befragten Männer. Reizungen und Irritationen nannten 13,2 Prozent der weiblichen Befragten, aber nur 6,3 Prozent der Männer. Vermehrte Fältchenbildung lag mit 11,2 bzw. 5,7 Prozent bei Frauen und Männern an sechster Stelle der Nennungen, damit sind Falten weiterhin ein Winterthema. Vermehrte Hautunreinheiten und Pickel im Sommer bemerken lediglich 7,9 Prozent der Frauen und 5,5 Prozent der Männer.

Trotz Warnungen von Dermatologen – Ohne Sonnenbrand kein Sommer

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Neue Fotostory: Sommerfeeling für sensible Haut

Sonne entzieht der Haut Feuchtigkeit, darum ist es jetzt höchste Zeit für frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme, sie spendet Feuchtigkeit und beruhigt mit Aloe vera.

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Reichhaltige Pflege verlängert die Urlaubsbräune. Die frei SENSITIVE BALANCE FeuchtigkeitsMaske verwöhnt besonders die empfindliche, sonnenstrapazierte Haut.

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Sonne und Meer lassen die Laune steigen, aber die Haut braucht jetzt besondere Pflege.

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Nach dem Sonnenbad verwöhnt eine Pflege, die Reizungen lindert und die Haut in die Balance bringt.

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Die Fotos stehen online bei Beautypress zum Download zur Verfügung oder können bei Apotheker Walter Bouhon GmbH, Walter-Bouhon-Str. 4, 90427 Nürnberg sowie bei h.ullrich@bouhon.de angefordert werden.

Die besten Pflegetipps für die Haut nach dem Urlaub

HAUTREPORT: Welche Strapazen kommen im Sommer auf die Haut zu?

DR. KRAKOR: Unsere Haut hat im Sommer viele Aufgaben. Sie muss den Körper vor Überhitzung schützen, man schwitzt viel, und so gehen der Haut Mineralien verloren. Sommers wie winters sorgt die Haut für einen intakten Hydrolipidfilm und für das individuelle Gleichgewicht aus Fett und Feuchtigkeit, das der Haut ihre individuelle Ausstrahlung verleiht. Der Hydrolipidfilm wird im Sommer jedoch sowohl durch das Baden als auch durch die UV- Strahlung belastet. Es werden einerseits Lipide aus der Haut herausgewaschen, andererseits aber auch weniger Lipide produziert. Außerdem wehrt die Haut sich gegen die UV-Strahlung, indem sie braun wird und eine Lichtschwiele bildet, also dicker wird. All das ist Schwerstarbeit für die Haut.

HAUTREPORT: Wie kann man die Haut nach dem Sommer unterstützen?

DR. KRAKOR: Oft sind am Ende des Sommers sämtliche Reserven der Hautregeneration erschöpft. Denn die Haut benötigt ausreichend Vitamin A und E, die bei intensiver Sonneneinstrahlung verbraucht werden. Cremes und Lotionen mit Vitaminen, die gleichzeitig viel Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere durch einen ausgewogenen Anteil an natürlichen Lipiden stärken, sind jetzt zu empfehlen. Speziell das Vitamin A hat eine besonders gute Wirkung auf die Regeneration sonnengeschädigter Haut. Das wurde in vielen Studien nachgewiesen.

HAUTREPORT: Was sollte man bei der Auswahl der Pflegeprodukte besonders beachten?

DR. KRAKOR: Für strapazierte und erschöpfte Haut, die vielleicht sogar zu Irritationen neigt, sollten ausschließlich Pflegeprodukte verwendet werden, die Wirkstoffe in ausreichender, aber verträglicher Dosierung und Kombination enthalten. Inhaltsstoffe, die zu Irritationen führen können, wie hoch dosierte Duftstoffe oder Konservierungsmittel, sollten vermieden werden. Ich empfehle meinen Patienten den Gang in die Apotheke, da hier Kosmetikprodukte mit ausgewogenen Rezepturen und guter Wirksamkeit angeboten werden.

HAUTREPORT: Viele Urlaubsheimkehrer wünschen sich, dass die Urlaubsbräune lange hält. Haben Sie hierzu Tipps?

DR. KRAKOR: Die Haut am Körper ist durch das häufige Sonnenbaden und den Kontakt mit Wasser oft trocken, die gebräunte Haut schuppt sich leicht ab und wird fleckig. Das ist ein natürlicher Prozess, der zeigt, dass die Haut sich regeneriert. Wichtig ist, dass die Pflege nicht zusätzlich mehr austrocknet, sondern Feuchtigkeit spendet. Deshalb sind zum Duschen milde Duschcremes mit pH 5,5 und rückfettenden Ölen zu empfehlen. Irritierende Substanzen, wie hochdosierte Duftstoffe oder ätherische Öle, sollten vermieden werden. Für die Pflege nach dem Duschen empfiehlt sich eine etwas reichhaltigere, feuchtigkeitsspendende Lotion mit Vitamin A, da dieses Vitamin die Erholung der Haut unterstützt. Lotionen mit pflanzlichen Ölen, wie beispielsweise Jojobaöl, sind geeignet, weil diese den Hautlipiden ähnlich sind und den Hydrolipidmantel der Haut ergänzen. Eine Haut, die mehr Feuchtigkeit enthält, wirkt gleichmäßiger und frischer. Eine Verlängerung der Urlaubsbräune ist durch Pflege mit Zusatz von bräunenden Substanzen wie Dihydroxyaceton zu erreichen.

HAUTREPORT: Was sollte man bei der Gesichtspflege beachten?

DR. KRAKOR: Auch hier sind Kosmetika mit hautregenerierenden Wirkstoffen, Vitaminen und Pflegestoffen zu empfehlen, die viel Feuchtigkeit spenden. Empfehlenswert sind zum Beispiel Kombinationen mit Urea und pflanzlichen Ölen, die die hauteigene Lipidproduktion anregen. Das stärkt die Hautbarriere und die Feuchtigkeit kann besser gespeichert werden. Auch für jüngere Haut empfehle ich jetzt eine regenerierende Augencreme mit Vitamin A. Die Haut um die Augen ist besonders dünn und Sonnenschäden machen sich hier in Form von Augenfältchen schon früh bemerkbar. Dem kann man mit einer speziellen Pflege entgegenwirken.

HAUTREPORT: Vielen Dank für die interessanten Tipps.

Die besten Pflegestrategien für die warme Jahreszeit

Tagsüber muss die Haut vor Austrocknung geschützt werden. Immer richtig ist eine Pflegecreme mit Urea, Vitamin E und Lichtschutzfaktor 15.Foto: Michael Goldenbaum

Tagsüber muss die Haut vor Austrocknung geschützt werden. Immer richtig ist eine Pflegecreme mit Urea, Vitamin E und Lichtschutzfaktor 15.
Foto: Michael Goldenbaum

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, der Urlaub wird heiß ersehnt und von den meisten Menschen auch sehr genossen. Haut und Haar leiden jedoch unter dem, was uns so begehrenswert erscheint: Wärme und Sonne. Welche Gefahren drohen der Haut?
PROFESSOR PAUL: Intensive Sonnenbestrahlung, beispielsweise bei ausgedehnten Sonnenbädern am Strand oder auch bei langem Aufenthalt in sonnigen höheren Lagen wie beim Bergwandern, führt zur Austrocknung der Haut, fördert die Bildung von Falten, belastet das Immunsystem und kann im Extremfall zu Hautkrebs führen.

HAUTREPORT: Das hört sich erschreckend an – aber auf die Sonne verzichten will trotzdem niemand. Welche Pflegestrategien helfen der Haut, die Belastungen zu meistern?
PROFESSOR PAUL: Unabhängig von einem typgerechten Sonnenschutz muss darauf geachtet werden, dass der Haut genügend Zeit bleibt, sich von den Sonnenstrapazen zu erholen. Die Haut ist in den Erholungspausen in der Lage, die durch UVA- und UVB-Strahlen entstandenen Schäden zu reparieren. Zusätzlich ist es wichtig, die Haut tagsüber vor Austrocknung zu schützen und ihre Schutzmechanismen zu stärken. Wirkstoffe wie Urea oder Glycerin sind gute Feuchthalter und gerade in Kombination sehr zu empfehlen. Außerdem sind Wirkstoffe, die das Kollagen schützen, wie Phytosterole, empfehlenswert. Diese Pflanzenstoffe kommen beispielsweise in Raps oder Soja vor.

HAUTREPORT: Braun sein ist trotz Warnungen immer noch „in“. Viele Menschen glauben, dass man bei Verwendung von Lichtschutzcremes mit hohem Schutzfaktor nicht braun wird. Ist das richtig?
PROFESSOR PAUL: Nein. Trotz Sonnenschutz gelangen UVA- und UVB-Strahlen auf die Haut. Die Hautbräunung, die ja einen Schutzmechanismus der Haut darstellt, geht lediglich langsamer voran. Auch mit Sonnencreme sollte der Aufenthalt in der Sonne je nach Hauttyp höchstens eine halbe bis eine Stunde dauern. Um die Haut optimal vor Hautalterung zu schützen, darf die Schutzzeit nicht voll ausgenutzt werden. Bereits 60 % der UV-Dosis, die zu einem Sonnenbrand führt, löst in der Haut Schäden aus, die nicht mehr repariert werden können. UV-Strahlung schadet also bereits, bevor ein Sonnenbrand entsteht.

HAUTREPORT: Trotz Aufklärung gibt es immer mehr Fälle von lichtgeschädigter Haut. Kann Hautpflege hier helfen?
PROFESSOR PAUL: Nachdem in den letzten Jahren viele „Wunderwirkstoffe“ aufgetaucht und schnell wieder verschwunden sind, haben sich verschiedene Vitamine als wirksame Waffen gegen die Alterung der Haut erwiesen. Vitamin A in seinen verschiedenen Formen erhöht die Hautelastizität und  fördert die Regeneration des Bindegewebes, welches ja besonders durch UVA-Strahlen geschädigt wird. Die Vitamine der B-Gruppe, hier vor allem das Panthenol, fördern die Feuchtigkeitsspeicherung und wirken besonders bei akuten Sonnenschäden reizlindernd. Neuere Studien zeigen, dass Vitamin B3 eine sehr gute Antifaltenwirkung besitzt und Vitamin C und E sind starke Radikalfänger, schützen also die Intaktheit der Hautzellen. Zusätzlich wirkt Vitamin C ähnlich wie Vitamin A positiv auf die Kollagenbildung.

HAUTPORT: Muss man die Vitamine mit der Nahrung zu sich nehmen oder können die Vitamine auch wirken, wenn sie in einer Creme aufgetragen werden?
PROFESSOR PAUL: Für die Vitamine A, E, C und Panthenol ist gesichert, dass eine hautpflegende Wirkung auch dann stattfindet, wenn das Vitamin in einer Creme aufgetragen wird. Natürlich kann eine Vitamincreme keine gesunde Ernährung ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

Nach dem Sonnen bewahren die wirksamen Vitamine A und E, Panthenol und Feuchthaltefaktoren die Haut vor Schädigungen.Foto: Alix Minde/PhotoAlto Agency/Getty Images

Nach dem Sonnen bewahren die wirksamen Vitamine A und E, Panthenol und Feuchthaltefaktoren die Haut vor Schädigungen.
Foto: Alix Minde/PhotoAlto Agency/Getty Images

HAUTREPORT: Was empfehlen Sie zum Schutz vor frühzeitigen Altersfalten?
PROFESSOR PAUL: Schutz vor Altersfalten ist gleichzeitig auch Schutz vor Hautkrebs. Im Sommer sollten Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktorverwendet werden, die nicht nur gegen UVB-, sondern auch gegen UVA-Strahlung schützen. Wenn Unsicherheit besteht, welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, wird man in der Apotheke kompetent beraten. Menschen mit Hauttyp I und vielen Muttermalen und Pigmentflecken sollten vor dem Urlaub im Süden eventuell auch den Hautarzt aufsuchen. Für alle Hauttypen gilt: Direkte Sonne nur kurz genießen, Menschen mit heller Haut sollten Sonnencremes mit mindestens Lichtschutzfaktor 25 verwenden und nicht länger als eine Stunde in der Sonne bleiben. Am Strand ist oft kein schattiges Plätzchen vorhanden, ein transportabler Sonnenschirm ist daher ein sinnvolles Urlaubsutensil. Die Mittagssonne sollte für alle tabu sein, sie tut Haut und Kreislauf nicht gut. Bei längerem Aufenthalt im Freien, bei Gartenarbeit, Sport oder Spaziergängen sollte man unbedingt an die Sonnencreme denken. Ein Hut mit breiter Krempe oder ein Sonnenschild schützt das Gesicht ebenfalls vor zu viel Sonne. Generell ist Kleidung immer der beste Sonnenschutz. Und nicht zuletzt sollte man eine für die heiße Jahreszeit geeignete Gesichtspflege wählen, die viel Feuchtigkeit spendet und die Haut vor Alterung schützt. Gut ist, wenn sie Vitamin E enthält. Vitamin E macht die Haut widerstandsfähiger gegen Sonnenstrahlen – in der Tagespflege ist Lichtschutzfaktor 15 ratsam. Zusätzlich sollte beim Sonnen eine Sonnencreme mit je nach Hauttyp auch höherem Lichtschutzfaktor verwendet werden.

HAUTREPORT: Gibt es noch einen Tipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?
PROFESSOR PAUL: Man sollte auch einmal den Mut haben, etwas weniger gebräunt aus dem Urlaub zurückzukommen. „Knackige“ Urlaubsbräune kann nicht als oberstes Urlaubsziel angesehen werden, und Menschen mit heller Haut werden auch unter südlicher Sonne nicht braun, sondern haben nur den Schaden, die Folgen müssen sie dann später ausbaden.

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, wir danken Ihnen für die Tipps und freuen uns auf den Sommer!

So bleibt empfindliche Haut auch im Sommer schön

HAUTREPORT: Herr Dr. Neufang, wie verändert sich die Hautbelastung im Sommer durch Wärme und Sonne?

DR. NEUFANG: Die Hitze trocknet die Haut sehr aus. Zusätzlich werden die UV-Strahlen der Sonne in der Haut zum Teil in Wärme umgewandelt, was die Haut noch mehr austrocknet. Auch Hautreizungen sind im Sommer häufig. Dazu gehört nicht nur der Sonnenbrand, sondern auch Reizungen durch Hitze und vermehrtes Schwitzen, weil Feuchthaltefaktoren und Mineralien verloren gehen. Schweiß, Staub und Überreste von Pflegeprodukten oder auch dekorativer Kosmetik können zudem auf der Oberhaut liegen bleiben und die Poren verschließen. Außerdem wird die wetterbedingte Austrocknung der Haut durch häufiges Duschen und Waschen verstärkt.

HAUTREPORT: Nach einer Umfrage des frei HautforschungsInstituts verwendet nur eine Minderheit der deutschen Frauen Tagespflege mit Lichtschutz. Ist die Empfehlung wirklich übertrieben?

DR: NEUFANG: Ob Lichtschutz in der Tagespflege sinnvoll ist, wird tatsächlich auch von Expertenunterschiedlich beurteilt. Denn einerseits sind bis zu 90 Prozent der Hautalterung durch UV-Strahlung bedingt, andererseits lösen Dosen unterhalb von 60 Prozent der Erythemschwelle, also der Dosis an UV-Strahlung, die zur Hautrötung führt, keine Schäden aus, weil eventuell bestehende Schäden durch die Reparaturmechanismen der Haut schnell ausgeglichen werden. Außerdem kann durch regelmäßige niedrig dosierte UV-Strahlung der Eigenschutz der Haut aufgebaut werden. Wir empfehlen deshalb im Sommer eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 15. Dies ist vor allem bei empfindlicher Haut wichtig, da diese häufig einen geringen Eigenschutz besitzt. Mit Lichtschutzfaktor 15 werden mehr als 90 Prozent der UVB-Strahlen abgefangen. Der UVA-Schutz sollte auch bei Tagescremes mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes ausmachen. Diese Regelung gilt bisher nur für Sonnenschutzmittel, ist aber auch in der Tagespflege zu empfehlen, da UVA- Strahlung die unerwünschten Effekte von UVB verstärkt, das kollagene Bindegewebe schädigt und außerdem für den Großteil der Sonnenallergien verantwortlich ist.

HAUTREPORT: Empfindliche Haut reagiert im Sommer häufig mit Reizungen und Rötungen. Welche Inhaltsstoffe sind besonders empfehlenswert?

DR. NEUFANG: Die sensible Gesichtshaut will jetzt eine Pflege, die beruhigt, nicht beschwert und sie mit der richtigen Menge Feuchtigkeit versorgt. Dafür sind leichte Cremes vom sogenannten Öl-in-Wasser-Typ genau richtig. Inhaltsstoffe wie Aloe Vera und Urea spenden viel Feuchtigkeit und Panthenol, das Provitamin B5, lindert Irritationen. Da die Abwehrkraft der Haut bei UV-Belastung sinkt, kann eine Kombination aus Pflanzenölen und Urea die Widerstandskraft und die hauteigenen Abwehrkräfte stärken. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme enthält eine ausgewogene Kombination dieser Wirkstoffe und ist mit LSF 15 oder ohne Lichtschutzfaktor erhältlich.

HAUTREPORT: Was muss man in der KörperpfIege beachten?
Hautpflegetipps für den Sommer

Hautpflegetipps für den Sommer

DR.NEUFANG: Die Haut am Körper wird nicht nur beim Sonnenbaden strapaziert, auch häufiges  Duschen und Schwitzen setzt ihr sehr zu. Jeder, der sich häufig, vielleicht auch mehrmals am Tag, duscht, kennt das unangenehme Spannungsgefühl und die Reizungen, die durch das Duschen entstehen können. Das kommt dadurch, dass der häufige Kontakt mit Wasser die Hautbarriere schädigt. Der Barriere- schaden wird durch die Verwendung von Duschgels noch verstärkt. Meist enthalten stark parfümierte, erfrischende Duschgels wenige Pflegekomponenten, so dass hier der Austrocknungseffekt besonders intensiv sein kann. Dagegen helfen Duschgels mit hautneutralem pH-Wert und pflegenden Komponenten, die Hautbarriere zu erhalten und vor Austrocknung zu schützen. Pflanzenstoffe wie Öle oder Weizenproteine optimieren die Verträglichkeit und vermitteln ein glattes Hautgefühl. Und nicht zuletzt will die Haut nach der Dusche oder dem Sonnenbad eingecremt werden. Eine sommerleichte Körperlotion soll viel Feuchtigkeit spenden, gleichzeitig die Abwehrkräfte der Haut stärken, beruhigen und sofort einziehen. Dafür sorgen in frei SENSITIVE BALANCE KörperLotion die Inhaltsstoffe Panthenol und Aloe Vera, Urea und spezielle Pflanzenöle. Vitamin E kann als Hautschutz die Folgen strapaziöser Sonnenbäder reduzieren.

HAUTREPORT: Wir danken für das interessante Gespräch.