Enthaarung ist —Trend Expertentipps rund um die Pflege danach

Die Haut ist perfekt auf die Rasur vorbereitet, wenn sie eine Stunde vorher mit einer Körperlotion eingecremt  wird.

Die Haut ist perfekt auf die Rasur vorbereitet, wenn sie eine Stunde vorher mit einer Körperlotion eingecremt wird.

HAUTREPORT: Die Beine werden von jeder zweiten deutschen Frau enthaart. Nach Umfragen ist die bevorzugte Methode hier die Rasur. Was sollte dabei beachtet werden?

DR. KRAKOR: Wenn Trockenrasierer verwendet werden, sollte die Haut gut durchfeuchtet sein, da es sonst leicht zu kleinen Verletzungen kommen kann. Am besten cremt man die Beine eine Stunde vorher mit einer Körperlotion ein, die viel Feuchtigkeit spendet und regeneriert. Geeignet sind hierfür Öl-in-Wasser-Emulsionen, also Lotionen, die leicht sind und keinen Fettfilm auf der Haut hinterlassen. Die Nassrasur ist sehr schonend, wenn ein Rasierschaum verwendet wird. Für die Pflege danach sind leichte Lotionen mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Provitamin B5 und Aloe vera zu empfehlen.

HAUTREPORT: Glatte Achseln gehören für die Mehrheit der Frauen zu einer gepflegten Erscheinung. Welche Methode ist hier am besten geeignet?

DR. KRAKOR: Für die Achselhaare ist die Nass- oder Trockenrasur am schnellsten und sehr schonend für die Haut. Da hier viele Schweißdrüsen sitzen, die sich entzünden können, kommen Epiliergeräte oder auch Enthaarungscremes nicht in Frage.

HAUTREPORT: Welche Deos werden von enthaarter, vor allem frisch enthaarter Haut gut vertragen?

DR. KRAKOR: Wenn direkt nach der Rasur ein Deo verwendet wird, sollte man auf reizende Inhalts-stoffe wie Alkohol und Konservierungsmittel verzichten. Deoroller werden im Allgemeinen gut vertragen und enthalten häufig zusätzlich hautpflegende Inhaltsstoffe.

HAUTREPORT: Gerade bei Enthaarung im Gesicht klagen viele über Irritationen bis hin zu Schwellungen im enthaarten Bereich. Wie kann man diese vermeiden?

DR. KRAKOR: Die Gesichtshaut reagiert natürlich besonders empfindlich auf alle Manipulationen, da hier viele Nervenbahnen und Schmerzrezeptoren vorhanden sind. Schmerzen und Schwellungen kann man schon durch Vorbeugung reduzieren, indem man zum Beispiel die zu enthaarende Stelle mit Eiswürfeln kühlt. Speziell bei der empfindlichen Region um die Augen ist es hilfreich, wenn danach Pflegeprodukte mit adstringierenden Wirkstoffen wie z. B. dem Grünen Tee in frei® HYDROLIPID BALANCE AugenCreme verwendet werden. Die Augencreme wird in kleinen Tupfen rund um das Auge aufgetragen und mit dem Ringfinger sanft von innen nach außen eingeklopft.

HAUTREPORT: Gesichtsbehaarung an Oberlippe und Kinn ist bei Frauen oft besonders störend. Eine häufige Enthaarungsmethode ist hier das Epilieren mit Wachs. Was muss dabei beachtet werden?

DR. KRAKOR: Wenn man sich für die Wachsmethode entschieden hat, ist die Vorbereitung ebenfalls besonders wichtig. Die Haut muss vorher gründlich gereinigt und geklärt werden. Das Gesichtswasser darf bis zu 10 Prozent Alkohol enthalten, das reizt nicht, reduziert aber das Hautfett, sodass die Wachsstreifen besser haften. Die Streifen werden auf die betroffene Stelle aufgelegt, angedrückt und gegen die Wuchsrichtung der Haare rasch abgezogen. Danach lassen sich Wachsreste am besten mit ölhaltigen Reinigungstüchern oder mit einem Hautöl entfernen. Eine beruhigende Gesichtsmaske lindert anschließend Rötungen und Reizungen, sodass man schnell wieder gesellschaftsfähig ist. Als Beruhigungsmaske eignen sich Produkte mit Panthenol und Bisabolol, da sie viel Feuchtigkeit spenden und Rötungen zum Verschwinden bringen.

HAUTREPORT: Enthaarungscremes sind ebenfalls eine beliebte Methode, um schmerzlos und kostengünstig eine glatte Haut zu bekommen. Was ist dabei zu beachten?

DR. KRAKOR: Enthaarungscremes wirken schnell und schmerzlos. Der Wirkstoff ist meist Thioglykolsäure, die Haare werden an ihrem Ansatz aufgelöst und können dann mit der Creme zusammen entfernt werden. Inzwischen werden Enthaarungscremes besser vertragen als früher, sie können aber immer noch den pH-Wert der Haut verändern. Deshalb sollten Cremereste mit einer seifenfreien Duschcreme stets gründlich entfernt werden. Im Gesicht sollte man Enthaarungscremes nicht anwenden.

HAUTREPORT: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Neue Fotostory: Sommerfeeling für sensible Haut

Sonne entzieht der Haut Feuchtigkeit, darum ist es jetzt höchste Zeit für frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme, sie spendet Feuchtigkeit und beruhigt mit Aloe vera.

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Reichhaltige Pflege verlängert die Urlaubsbräune. Die frei SENSITIVE BALANCE FeuchtigkeitsMaske verwöhnt besonders die empfindliche, sonnenstrapazierte Haut.

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Sonne und Meer lassen die Laune steigen, aber die Haut braucht jetzt besondere Pflege.

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Nach dem Sonnenbad verwöhnt eine Pflege, die Reizungen lindert und die Haut in die Balance bringt.

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Die Fotos stehen online bei Beautypress zum Download zur Verfügung oder können bei Apotheker Walter Bouhon GmbH, Walter-Bouhon-Str. 4, 90427 Nürnberg sowie bei h.ullrich@bouhon.de angefordert werden.

So bleibt empfindliche Haut auch im Sommer schön

HAUTREPORT: Herr Dr. Neufang, wie verändert sich die Hautbelastung im Sommer durch Wärme und Sonne?

DR. NEUFANG: Die Hitze trocknet die Haut sehr aus. Zusätzlich werden die UV-Strahlen der Sonne in der Haut zum Teil in Wärme umgewandelt, was die Haut noch mehr austrocknet. Auch Hautreizungen sind im Sommer häufig. Dazu gehört nicht nur der Sonnenbrand, sondern auch Reizungen durch Hitze und vermehrtes Schwitzen, weil Feuchthaltefaktoren und Mineralien verloren gehen. Schweiß, Staub und Überreste von Pflegeprodukten oder auch dekorativer Kosmetik können zudem auf der Oberhaut liegen bleiben und die Poren verschließen. Außerdem wird die wetterbedingte Austrocknung der Haut durch häufiges Duschen und Waschen verstärkt.

HAUTREPORT: Nach einer Umfrage des frei HautforschungsInstituts verwendet nur eine Minderheit der deutschen Frauen Tagespflege mit Lichtschutz. Ist die Empfehlung wirklich übertrieben?

DR: NEUFANG: Ob Lichtschutz in der Tagespflege sinnvoll ist, wird tatsächlich auch von Expertenunterschiedlich beurteilt. Denn einerseits sind bis zu 90 Prozent der Hautalterung durch UV-Strahlung bedingt, andererseits lösen Dosen unterhalb von 60 Prozent der Erythemschwelle, also der Dosis an UV-Strahlung, die zur Hautrötung führt, keine Schäden aus, weil eventuell bestehende Schäden durch die Reparaturmechanismen der Haut schnell ausgeglichen werden. Außerdem kann durch regelmäßige niedrig dosierte UV-Strahlung der Eigenschutz der Haut aufgebaut werden. Wir empfehlen deshalb im Sommer eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 15. Dies ist vor allem bei empfindlicher Haut wichtig, da diese häufig einen geringen Eigenschutz besitzt. Mit Lichtschutzfaktor 15 werden mehr als 90 Prozent der UVB-Strahlen abgefangen. Der UVA-Schutz sollte auch bei Tagescremes mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes ausmachen. Diese Regelung gilt bisher nur für Sonnenschutzmittel, ist aber auch in der Tagespflege zu empfehlen, da UVA- Strahlung die unerwünschten Effekte von UVB verstärkt, das kollagene Bindegewebe schädigt und außerdem für den Großteil der Sonnenallergien verantwortlich ist.

HAUTREPORT: Empfindliche Haut reagiert im Sommer häufig mit Reizungen und Rötungen. Welche Inhaltsstoffe sind besonders empfehlenswert?

DR. NEUFANG: Die sensible Gesichtshaut will jetzt eine Pflege, die beruhigt, nicht beschwert und sie mit der richtigen Menge Feuchtigkeit versorgt. Dafür sind leichte Cremes vom sogenannten Öl-in-Wasser-Typ genau richtig. Inhaltsstoffe wie Aloe Vera und Urea spenden viel Feuchtigkeit und Panthenol, das Provitamin B5, lindert Irritationen. Da die Abwehrkraft der Haut bei UV-Belastung sinkt, kann eine Kombination aus Pflanzenölen und Urea die Widerstandskraft und die hauteigenen Abwehrkräfte stärken. frei SENSITIVE BALANCE GesichtsCreme enthält eine ausgewogene Kombination dieser Wirkstoffe und ist mit LSF 15 oder ohne Lichtschutzfaktor erhältlich.

HAUTREPORT: Was muss man in der KörperpfIege beachten?
Hautpflegetipps für den Sommer

Hautpflegetipps für den Sommer

DR.NEUFANG: Die Haut am Körper wird nicht nur beim Sonnenbaden strapaziert, auch häufiges  Duschen und Schwitzen setzt ihr sehr zu. Jeder, der sich häufig, vielleicht auch mehrmals am Tag, duscht, kennt das unangenehme Spannungsgefühl und die Reizungen, die durch das Duschen entstehen können. Das kommt dadurch, dass der häufige Kontakt mit Wasser die Hautbarriere schädigt. Der Barriere- schaden wird durch die Verwendung von Duschgels noch verstärkt. Meist enthalten stark parfümierte, erfrischende Duschgels wenige Pflegekomponenten, so dass hier der Austrocknungseffekt besonders intensiv sein kann. Dagegen helfen Duschgels mit hautneutralem pH-Wert und pflegenden Komponenten, die Hautbarriere zu erhalten und vor Austrocknung zu schützen. Pflanzenstoffe wie Öle oder Weizenproteine optimieren die Verträglichkeit und vermitteln ein glattes Hautgefühl. Und nicht zuletzt will die Haut nach der Dusche oder dem Sonnenbad eingecremt werden. Eine sommerleichte Körperlotion soll viel Feuchtigkeit spenden, gleichzeitig die Abwehrkräfte der Haut stärken, beruhigen und sofort einziehen. Dafür sorgen in frei SENSITIVE BALANCE KörperLotion die Inhaltsstoffe Panthenol und Aloe Vera, Urea und spezielle Pflanzenöle. Vitamin E kann als Hautschutz die Folgen strapaziöser Sonnenbäder reduzieren.

HAUTREPORT: Wir danken für das interessante Gespräch.

Wie im Winter die Abwehrkraft der sensiblen Haut gestärkt wird

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, immer mehr Menschen klagen über empfindliche Haut. Oft verläuft ein Allergietest beim Dermatologen aber negativ. Wie kommt es dann zu den Hautreaktionen?

PROFESSOR PAUL: Eine Ursache ist sicher die zunehmende Belastung der Hautoberfläche mit Fremdstoffen und Umweltreizen, wie beispielsweise UV- Strahlung, Kälte oder Heizungsluft im Winter. Diese Belastung kann die natürliche Hautbarriere schädigen und die Abwehrkraft der Haut mindern. Das ist in der kalten Jahreszeit die größte Gefahr für empfindliche Haut. Bei Barrierestörungen wird die Haut durchlässiger und es dringen vermehrt Substanzen ein. Das kann zu Irritationen, im schlimmsten Fall sogar zu Kontaktekzemen und Hautinfektionen führen.

HAUTREPORT: Wie kommt es zur Störung dieser Barrierefunktion?

PROFESSOR PAUL: Warum die Barrierefunktion aus der Balance gerät, ist nicht eindeutig geklärt. Bekannt ist aber, dass der Wassergehalt sensibler Haut geringer ist. Ob das aber die Ursache oder Folge der gestörten Barrierefunktion ist, bleibt unklar. Messungen ergaben, dass der pH-Wert bei Menschen mit empfindlicher Haut erhöht sein kann. Die Folge: Der Säureschutzmantel und damit die Abwehrkraft der Haut ist geschwächt. Die Störung der Hautbarriere lässt zu, dass verschiedene Stoffe, Bakterien, Pilze und Viren von außen leichter eindringen und zu Hautveränderungen führen können.

HAUTREPORT: Was sind die Kennzeichen empfindlicher Haut?

PROFESSOR PAUL: Menschen mit empfindlicher Haut klagen beispielsweise über Juckreiz, Kribbeln, Brennen und Spannungsgefühl der Haut. Die Ausprägung dieser Symptome variiert und kann die Lebensqualität deutlich einschränken. Manchmal entstehen flächige Rötungen, raue Stellen oder Abschuppungen. Zudem können verschiedene Erkrankungen oder auch die Einnahme von Medikamenten dazu führen, dass die Haut empfindlich reagiert.

HAUTREPORT: Mit Beginn der kühleren Jahreszeit wird empfindliche Haut häufig noch leichter irritiert. Wie soll man sich jetzt pflegen?

PROFESSOR PAUL: Da die Luftfeuchtigkeit mit der Temperatur abnimmt und Kälte der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzieht, ist die Hautbarriere empfindlicher Haut jetzt besonders zu schützen. Für die Reinigung von Gesicht und Körper sollten immer Duschgele oder Waschcremes mit pH 5,5, also dem pH-Wert der gesunden Haut, verwendet werden. Pflegestoffe und Rückfetter stabilisieren die Hautbarriere schon beim Reinigen. In Cremes und Lotionen für Gesicht und Körper wirken beruhigende Inhaltsstoffe wie Panthenol und Aloe vera sofort gegen Irritationen. Zudem sollte soweit möglich auf Konservierungsmittel verzichtet werden. Als Bestandteil der Hautbarriere und aktives „Schutzschild“ gegen Infektionen sind auch antimikrobielle Peptide von großer Bedeutung. Diese werden teilweise ohne spezifische Stimulation als „Basisschutz“ und zu einem anderen Teil nach Stimulation zum Beispiel durch Bakterien, Entzündungen oder Verletzungen gebildet. Auch verschiedene Inhaltsstoffe von Pflanzen oder kosmetische Inhaltsstoffe wie beispielsweise Urea in Kombination mit bestimmten pflanzlichen Ölen können die Bildung antimikrobieller Peptide beeinflussen. Cremes und Lotionen mit solchen Inhaltsstoffen können die Abwehrkraft der Haut stärken und sind deshalb bei empfindlicher Haut sehr empfehlenswert.

HAUTREPORT: Gibt es Inhaltsstoffe, die bei empfindlicher Haut gemieden werden sollten?

PROFESSOR PAUL: Viele Inhaltsstoffe sollten bei der Pflege empfindlicher Haut nicht verwendet werden. Dazu gehört zum Beispiel Alkohol, denn er kann die Hautbarriere schädigen und die Haut bei niedrigen Temperaturen noch mehr austrocknen als im Sommer. Wie bereits erwähnt, sollte man generell darauf achten, dass keine Konservierungsmittel, bzw. keine Parabene enthalten sind. Auch Duftstoffe können ganzjährig problematisch sein. Es gibt inzwischen 26 deklarationspflichtige Duftstoffe, die in der Inhaltsstoffliste von Hautpflegeprodukten einzeln aufgeführt werden müssen, da diese häufig zu Allergien führen. Vermeiden sollte man außerdem Pflegeprodukte, die als Duftstoffe große Mengen an ätherischen
Ölen enthalten.

HAUTREPORT: Herr Professor Paul, wir danken Ihnen für das Gespräch.