Hautkrebsvorsorge: Sonnenschutz für Kinder beim Sport

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Outdoorsport im Kindesalter führt jedoch nach einer aktuellen Studie zu häufigerem Auftreten von solchen Nävi, wie Forscher in einer umfangreichen Studie mit 660 elfjährigen Kindern jetzt herausgefunden haben (1). Dazu wurden die Anzahl der Pigmentmale zu Beginn der Studie und nach zwei Jahren gezählt. Die Kinder wurden in eine Gruppe „Outdoorsport“, hierzu zählten z. B. Tennis oder Fußball, oder in die Kontrollgruppe eingeteilt, die nur Sportarten betrieben, die drinnen erfolgten, wie Tanzen, oder aber Kinder, die gar keinem Sport nachgingen. Zu Beginn der Studie hatten die Kinder beider Gruppen gleich viele Nävi, nach zwei Jahren stieg die Anzahl der Pigmentmale bei den Kindern, die draußen Sport betrieben, signifikant an. Insgesamt hatte die Outdoor- Gruppe signifikant mehr Nävi, die zu Hautkrebs führen können.

Da die Sonnenbelastung (UV Index) bereits im Frühjahr und bei bedecktem Himmel sehr hoch sein kann, empfehlen die Forscher, Sportveranstaltungen für Kinder möglichst im Schatten und auf keinen Fall in der Mittagszeit durchzuführen. Kinder sollten an Wettkampftagen UV-undurchlässige Sportkleidung tragen und die unbedeckten Haut sollte mit entsprechenden Sonnenschutzprodukten eingecremt werden.
Der Schutz sollte nicht nur für die Sportler gelten, auch die Zuschauer sollten die Sonnenbelastung nicht unterschätzen. Wie Fotos der Forscher von Zuschauerrängen bei einem Kinderfußballspiel im Frühjahr zeigten, trugen nur 40 Prozent der Zuschauer langärmelige Kleidung, Sonnenbrillen oder Kopfbedeckungen – trotz hoher UV-Belastung (UV Index 6,5).

(1) Br J Dermatol 2011, 165: 360-365 in: Aktuelle Dermatologie 12, 2011

Kontaktallergene sind schon für Kleinkinder gefährlich

Nickelhaltiger Modeschmuck kann bei Babies und Kleinkindern zu Allergien führen.
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Der Studie aus Italien zufolge sind Sensibilisierungen auf Kontaktallergene schon bei Babys und Kleinkindern möglich (1). Insgesamt wurden 321 Babys und Kleinkinder, die an wiederholten Hautproblemen litten, einem Allergietest unterzogen. In diesem Patchtest (Pflastertest) ließ sich bei 200 der 321 Kleinkinder (62,3 Prozent) bis zu drei Jahren eine allergische Reaktion auf mindestens eine kontaktsensibilisierende Substanz nachweisen. Die Häufigkeit der Sensibilisierung war bei Kindern mit Neurodermitis nicht höher als bei Hautgesunden. Eine Atopie scheint die Kontaktsensibilisierung nicht zu fördern, die Häufigkeit eines positiven Testergebnisses war bei Kindern (63 Prozent) und ohne Atopie (61,3 Prozent) gleich.

Nickel führt auch bei den Kleinsten die Negativhitliste an

In der Studie führte Nickel die Liste der Kontaktallergene mit 26,8 Prozent positiven Ergebnissen an. Aber auch Inhaltsstoffe von Hautpflegeprodukten können allergisierend wirken. Beispielsweise reagierten 7,2 Prozent der Kinder positiv auf Cocamidopropylbetain. Diese waschaktive Substanz ist in vielen Shampoos und Duschgelen enthalten.

Bei Hautveränderungen von Babys und Kleinkindern sollten neben den bekannten kleinkindtypischen Hauterkrankungen auch Kontaktallergien berücksichtigt und bei Verdacht sollte ein Allergietest durchgeführt werden, fordern die Autoren.

1) 23.9.2011 Dr. Dagmar Kraus, Quelle: springermedizin.de basierend auf: Fortina, A. et al.: Contact sensitization in very young children. JAAD 2011; 65: 772-9; doi:10.1016/j.jaad.2010.07.030