
Nach zu viel Sonne werden durch richtige Pflege, z.B. frei SENSITIVE BALANCE, Irritationen gelindert. Panthenol beruhigt und nimmt sofort das Spannungsgefühl.
HAUTREPORT: Warum wird in der Apotheke besonders kompetent beraten?
ANDREAS BOUHON: In der Apotheke haben wir speziell geschulte Fachkräfte, oft mit zwei Ausbildungen. Die PTAs mit Zusatzausbildung in der Kosmetik können rundum kompetent beraten, das gilt für die Kosmetikkundin mit empfindlicher Haut ebenso wie für Patienten, die vom Dermatologen kommen.
HAUTREPORT: Das Angebot an sogenannter Wirkstoff-Kosmetik ist auch außerhalb von Apotheken unübersehbar. Gibt es Ihrer Meinung nach Produkte, die auf jeden Fall in die Apotheke gehören?
ANDREAS BOUHON: Obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist und verlangt, dass die Wirkung von Kosmetika auf die Epidermis, also die Oberhaut, beschränkt bleibt, sind bei Pflegeprodukten durchaus Unterschiede in der Intensität der Wirkung vorhanden. Cremes mit medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen wie Salicylsäure oder höheren Konzentrationen an Vitamin A oder Niacinamid beispielsweise können auch zu unerwünschten Wirkungen führen und sollten deshalb nur nach einer entsprechenden Beratung angewandt werden. Kompetente pharmazeutische Beratung ist bei Dermokosmetik oder bei Pflegeprodukten, die für spezielle Hautprobleme angeboten werden, unerlässlich.
HAUTREPORT: Die Beratung holt sich der Verbraucher heute nicht immer vor Ort. Es gibt viele Testmagazine, die auch Hautcremes testen und dann entsprechende Empfehlungen geben. Zum Teil werden teure, auch apothekenexklusive Produkte schlechter bewertet als Billigcremes aus dem Supermarkt. Wie reagieren Sie als Apotheker auf solche Tests?
ANDREAS BOUHON: Die Bewertung der Produkte erfolgt leider nicht immer nach wissenschaftlichen Kriterien, oft fließen in die Bewertung „ideologische“ Vorstellungen mit ein. So kann zum Beispiel eine Verpackung, die den Testern nicht sinnvoll erscheint, zu einer Abwertung des gesamten Produktes um ein bis zwei Stufen führen. Dies hat mit einer objektiven Beurteilung der Wirksamkeit nichts mehr zu tun. Durch entsprechende Beratung können solche Tests vom Apotheker ins rechte Licht gerückt werden, aber natürlich sind auch in der Apotheke Produkte mit positiven Testurteilen willkommen.
HAUTREPORT: Welche auch akut aufgetretenen Hautprobleme kann man mit Hilfe des Apothekers allein lösen und wann ist der Gang zum Hautarzt ratsam?
ANDREAS BOUHON: Natürlich ist es schwierig, allgemein gültige Empfehlungen zu geben. Bei leichteren Hautproblemen, wie mäßigem Sonnenbrand, Hautirritationen verschiedener Ursache, unterschiedlichen Hautzuständen wie fettiger Haut, trockener Haut, empfindlicher Haut oder auch Altershaut, ist zunächst der Weg in die Apotheke richtig. Schwerere Hautverletzungen wie Verätzungen, Verbrennungen über Grad 1, wie zum Beispiel ein Sonnenbrand, der Blasen aufweist oder unter dem Fieber entsteht, oder auch ausgeprägte Formen von Akne, Lichtschäden, unklaren Hautveränderungen oder Allergien gehören in die Hände eines Hautarztes. Außerdem müssen natürlich alle Hautzustände, die sich auf die Empfehlungen des Apothekers nicht bessern, beim Dermatologen abgeklärt werden.
HAUTREPORT: Vielen Dank für das interessante Gespräch.
(1) Repräsentative Umfrage an 1000 Männern und Frauen, 14+2
(2) Umfrage HAUTREPORT Sep/Oct 2012, repräsentative Umfrage an 561 Käuferinnen von Apothekenkosmetik

